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Ostzonale street gangs

An Halloween wird es gruselig in der beschaulichen Universitätsstadt an der Leine: Zombie-Autonome planen eine abendliche Zusammenkunft. Diskutiert wird über das zunächst durchaus honorige Anliegen, “Naziläden zu schließen“.
Es referiert allerdings eine Vereinigung, die mit mehr Militanz gegen “Antideutsche“ vorgeht als gegen Thor Steinar- Shops, das Antiimp Racket mit dem aparten Namen “zusammen kämpfen“, eine Fusion der linksvölkischen Gruppierungen AAM und GIS aus Magdeburg.
Deren Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, auf allen Eben, mit allen Mitteln antideutsche Bestrebungen in ihrem Homekiez zu unterbinden, auf dass Magdeburg “internationalistisch bleiben“ möge und gehen daher mit bewaffneten Überfaellen gegen Linke vor .
Wer erfahren möchte, welch tristes Klima eine derartige Querfront in Wort und Tat ermöglicht, dem sei der Beitrag “Magdeburg – Napoli “ aus Bahamas 53/2007 empfohlen.
Wer sich zudem dafür interessiert, wie man “das ewig braune Kacknest Magdeburg“ (Phase Zwei) gegen Antideutsche und Nazis verteidigt, dem sei der Vortrag “Ladenschluss“ in Göttingen nahe gelegt.

*update* Kundgebung
Freitag, den 31.10. – 19Uhr – Platz der Synagoge
„Kein Friede dem linken Antisemitismus“

home is where your heart is

angesichts der sommerlichen Trägheit nur ein kurze Empfehlung für das Wochenende

outdoor floor: blank johnson the 1st aka froods | dj sonniponni | de_cay
elctric basement: swingkid (hh – wasted rote youth) | dnl (b – asilektro/mutant house) | toni_torpedo (gö – ifts/unterschichtenelektro)
live the blue screen of death

Die fröhliche Wissenschaft

Entwarnung- Prof. Dr. Arnd Krüger, als Sporthistoriker an der Uni Göttingen für Antisemitismus und Verschwörungstheorie zustaendig, hat keineswegs „gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen“.
Die vom Präsidium eingesetzte universitäre Ombudskommission konstatiert, dass „sich der Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten als haltlos erwiesen hat“. Demzufolge darf Krügers These, die 1972 in München ermordeten israelischen Sportler seien freiwillig in den Tod gegangen, um die “Grundlage für die Verlängerung der Schuld Deutschlands gegenüber Israel” zu sichern, als solide wissenschaftliche Praxis gelten.

Den Kritikern Krügers, die wie Ilan Mor von der israelischen Botschaft von einer „Form des neu aufflackernden Antisemitismus in Deutschland, verpackt als Israel- Kritik“ sprechen, wird entgegnet: „Ein wissenschaftlich zulässiger Weg der Thesenbildung wird nicht durch eine wie immer geartete Missliebigkeit des gefundenen Ergebnisses desavouiert“.
Abschliessend verspricht der Präsident der Universität, Prof. Dr. Kurt von Figura, der „stolz auf die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit israelischen Forschern und Universitäten“ ist, dass man auch in Zukunft „klare Zeichen gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus setzen“ werde.

Aus dem Taz-Interview mit dem mad professor


Sie haben dort gesagt, die Sportler, die im Olympiadorf wohnten, seien Geheimdienstmitarbeiter gewesen.

Habe ich das gesagt?
Ja, ich zitiere: „Von den männlichen Mitgliedern des israelischen Teams waren nur Geheimdienstler, Reserveoffiziere und Freiwillige da. Außer der Ringer Moshe Weinberg.“
Ich muss sagen: Dafür habe ich keinen Beleg.
Warum wollen Sie an dem Thema dran bleiben?
Ich habe eins auf die Nase bekommen. Nicht wegen der These, sondern wegen ihrer Begründung. Die These, dass es vorab eine Warnung gab, die das Verhalten der Sportler beeinflusst hat, halte ich für tragfähig. Nur kann ich die so nicht veröffentlichen.

Uni Göttingen- Exzellent in Antisemitismus

Dem Antisemiten ist keine Verschwörungstheorie zu grotesk, nahezu jedes historische Ereignis lässt sich mit dem Verweis auf finstere jüdische Machenschaften erklären. Der Antizionismus als geopolitische Reproduktion des Antisemitismus (Grigat) verweist auf Israel als Drahtzieher weltumspannender Komplotte und den Mossad als im Verborgenen wirkende Kraft.
Besonders reizvoll wird es für den Antisemiten darzulegen, warum auch jüdische Opfer letztlich auf zionistische Machenschaften zurückzuführen seien- beispielsweise in der Wahnvorstellung, die Shoa sei als deutsch- zionistische Tat zu verstehen.
Nun hat sich der Göttinger Sporthistoriker Arnd Krüger an die Aufgabe gemacht, die Hintergründe des Attentats auf die israelische Olympiamannschaft 1972 zu erhellen und stiess dabei auf die Blutspur des Mossad.
Der israelische Geheimdienst informierte die Sportler über den geplanten Angriff palästinensischer Terroristen, die elf Israelis starben, so Professor Krüger, um der israelischen Sache zu dienen.
Ein Einblick in die Wahnwelt des Göttinger Sporthistorikers findet sich im Deutschlandfunk

via MoG

Detlev Claussen

Intellectual Transfer. Die amerikanische Erfahrung in der Kritischen Theorie

Vortrag, 63 Minuten
Universität Göttingen, Mai 2004

Freiheit ist immer die Junge Freiheit des Andersdenkenden

Die FAZ markierte heute auf ihrer Titelseite die Grenzen der Toleranz. In seinem Kommentar >Mediale Selbstjustiz> macht Stefan Dietrich deutlich, dass man sich hierzulande von frechen Juden nicht alles bieten laesst.
Der designierte Kultusminister Thueringens, Peter Krause, geraet ob seiner publizistischen Vergangenheit in die Kritik. SPD und Linkspartei verweisen auf seine fruehere Taetigkeit als Redakteur fuer die rechtsextreme >Junge Freiheit> und als Autor des Faschoblattes >Etappe>. In Folge der oeffentlichen Kontroverse um seine Person verzichtet Krause auf das Amt, bzw. in den Worten Dietrichs -Krause wurde >zur Strecke gebracht>.
Kurzum, Krause ist Opfer einer >Hexenjagd>, der sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland angeschlossen habe. Jedoch waren die Anfeindungen gegen Krause offenkundig haltlos, denn

für nichts davon konnte auch nur ein einziger Beleg in seinen Äußerungen gefunden werden. Den Zentralrat der Juden hinderte das nicht daran, von Krause zu verlangen, sich „von seinen früheren Äußerungen zu distanzieren“. Gegen eine Vorverurteilung, die sich nicht einmal der Mühe der Beweisführung unterzieht, ist Verteidigung unmöglich.

Nichts desto weniger nutzen linke Parteien und der Zentralrat der Juden >die Mittel medialer Selbstjustiz>, um die Meinungsfreiheit einzuschraenken. Da Stefan Dietrich zweifelsohne nichts gegen Juden hat, gibt er ihnen zu ihrem eigenen Wohlergehen einen guten Rat mit auf den Weg

Der bevorstehende 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen in Deutschland wäre auch für den Zentralrat der Juden eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob er noch auf der Seite der Freiheit steht.

Die Botschaft ist unmissverstaendlich- das Wohlwollen von buergerlich- konservativer Seite, mit dem Juedinnen und Juden hierzulande mitunter rechnen konnten, ist jederzeit widerrufbar. Sollten Juden die Toleranz derer, die es eigentlich nur gut mit ihnen meinen, durch Kritik allzusehr strapazieren- sie werden nicht behaupten koennen, die >Zeitung für Deutschland> habe sie nicht gewarnt.

kurz notiert

In Anlehnung an den ersten Film von Claude Lanzmann, Pourquoi Israel, betitelt das [a:ka] Göttingen seine Einlassung zum 60. Gruendungstag >Darum Israel>. Dienstag, den 6. Mai, 20h. Platz der Synagoge.

In der schoenen Fruehlingszeit empfiehlt sich nicht nur ein Ausflug zum Baggersee, sondern auch der Weg in die Freibaduniversität.

Bremen hat nicht nur den weltbesten Fussballverein und koestliches Bier zu bieten, sondern zudem auch einen Kongress gegen die Versöhnung mit der deutschen Nation. Ob es sich bei den VeranstalterInnen tatsaechlich, wie der aktuellen Bahamas zu entnehmen ist, um >Adorno -Imitatoren> handelt, gar um >Leute, die zwischen dem Wunsch, etwas Gescheites zu schreiben und dem Wahn, es auf Deutsch auch zu können, hin und her torkeln>, davon mag man sich getrost vom 9. bis 11. Mai in Bremen einen Eindruck verschaffen.

check this out

1 out now- prodomo nr 8

2 zudem fuer BewohnerInnen der beschaulichen Unistadt an der Leine-

das Institut fuer tighten Shit (IFTS Goettingen) proudly presents
POP POP POP, Fr 23h Cafe Kabale, G 19

Klagemauer gegen Israel

Koeln, Gruendonnerstag 2007- Nach einem Besuch des Museums Ludwig besichtige ich die antizionistische Klagemauer auf der Domplatte. Dort werden seit Jahren tagtaeglich auf Stelltafeln die vermeintlichen Greueltaten Israels angeprangert und um Verstaendnis fuer den arabischen Krieg gegen den Judenstaat geworben. Nach einer Weile gerate ich mit dem Initiator der Klagemauer, einem ruestigen und rabiat antisemitischen Rentner und einigen seiner Kameraden aneinander. Kritik und Handgemenge.
Soviel zu meiner Erfahrung mit der Koelner Palaestinawand.
Unlaengst hat die Antifagruppe MAD ein lesenswertes Flugblatt veroeffentlicht, in dem sie das Treiben der Antizionisten- Crew, die Tatenlosigkeit der Koelner Oeffentlichkeit und die vergeblichen Proteste der juedischen Gemeinde darstellt und ein Engagement gegen die Dauerausstellung fordert.
Bleibt zu hoffen, dass damit ein erster Schritt getan ist, um der permanenten antisemitischen Propaganda auf der Domplatte ein Ende zu setzen.

Leserbrief

“Beim Überschreiten der Senckenberganlage, nahe der Ecke Dantestraße, ist eine unserer Sekretärinnen, Frau Woch, überfahren und erheblich verletzt worden, nachdem an derselben Stelle wenige Tage vorher ein Passant tödlich verunglückt war. Nachdem ich auf die Mißstände der Verkehrsregelung auf der Senckenberganlage dort, wo sie an der Universität vorbeiführt, verschiedentlich aufmerksam gemacht habe, ohne etwas erreichen zu können, wende ich mich heute an die Öffentlichkeit. Die Senckenberganlage hat sich zu einer der verkehrsreichsten Ausfallstraßen entwickelt. Breit und mit mehreren Bahnen, lädt sie geradezu die Autos dazu ein, loszufahren. Zugleich aber muß diese Straße dauernd von all denen überquert werden, die ebenso an der Universität wie an den auf der anderen Seite der Senckenberganlage befindlichen Institutionen arbeiten. Verkehrslichter fehlen. In unwürdiger Weise muß man über die Straße rennen, um nicht im buchstäblichen Sinn unter die Räder zu kommen; auf der Seite der Mertonstraße ist die Situation besonders gefährlich, weil die Senckenberganlage einen scharfen Knick macht, der die Wirkung hat, die Autos weit nach links zu treiben; es ist für den Überschreitenden fast unmöglich, die Distanzen richtig abzuschätzen. Sollte ein Student oder ein Professor in jenem Zustand sich befinden, der ihm eigentlich angemessen ist, nämlich in Gedanken sein, so steht darauf unmittelbar die Drohung des Todes; der Erklärung bedürfen nicht die Unfälle, sondern einzig, daß nicht viel mehr passiert. Es wäre dringend notwendig, daß zunächst durch Verkehrsampeln in dem ganzen Universitätsgebiet, dann aber durch viel radikalere Maßnahmen Abhilfe geschaffen wird. Die Haltung der Automobilisten selbst, bei denen man den Eindruck hat, daß sie, sofern sie nur das grüne Licht und damit nach ihrer Meinung das Recht auf ihrer Seite haben, die Fußgänger als störende Objekte betrachten, trägt zu deren Gefährdung das Ihre bei; da aber nicht darauf zu hoffen ist, daß sie anderen Sinnes werden, so sind verkehrstechnische und polizeiliche Maßnahmen dringend notwendig. Eine Verzögerung wäre nicht zu verantworten.”
Theodor W. Adorno