Archiv der Kategorie 'sick sad world'

Theo van Gogh

Anlässlich des fünften Jahrestages der Ermordung Theo van Goghs durch Islamisten sei an dieser Stelle die hervorragende Dokumentation von Eshter Schapira empfohlen

Theo van Gogh/Ayaan Hirsi Ali: „Submission“

Aufruhr, Widerstand, es gibt kein ruhiges Hinterland!

Der Krieg Israels gegen die islamofaschistische Hamas löst auch in der beschaulichen Kleinstadt in Südniedersachsen heftige Proteste aus. Nachdem bereits vergangene Woche etwa 100 Personen gegen Israel demonstriert hatten, wurde an diesem Samstag zu einer Kundgebung und einer Demonstration moblilisiert. Zu erster fanden sich gerade mal ein paar Dutzend Leute ein, Altstalinisten, Anhänger der Linkspartei und unerschütterliche Friedensfreunde, die nicht in Ruhe einschlafen können, ehe nicht der “Nahost-Konflinkt“ gelöst wird. An der anschliessenden Demonstration nahmen mehr als 300 Personen teil, combatpourliberte und cosmojl waren als embedded journalists mit von der Partie und haben das Elend auf einigen Photos dokumentiert.

Warum den Ausrichtern der Kundgebung die pro-Hamas Demonstration dann doch zu heftig war, weiß die Lokalzeitung zu berichten.

Freiheit ist immer die Junge Freiheit des Andersdenkenden

Die FAZ markierte heute auf ihrer Titelseite die Grenzen der Toleranz. In seinem Kommentar >Mediale Selbstjustiz> macht Stefan Dietrich deutlich, dass man sich hierzulande von frechen Juden nicht alles bieten laesst.
Der designierte Kultusminister Thueringens, Peter Krause, geraet ob seiner publizistischen Vergangenheit in die Kritik. SPD und Linkspartei verweisen auf seine fruehere Taetigkeit als Redakteur fuer die rechtsextreme >Junge Freiheit> und als Autor des Faschoblattes >Etappe>. In Folge der oeffentlichen Kontroverse um seine Person verzichtet Krause auf das Amt, bzw. in den Worten Dietrichs -Krause wurde >zur Strecke gebracht>.
Kurzum, Krause ist Opfer einer >Hexenjagd>, der sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland angeschlossen habe. Jedoch waren die Anfeindungen gegen Krause offenkundig haltlos, denn

für nichts davon konnte auch nur ein einziger Beleg in seinen Äußerungen gefunden werden. Den Zentralrat der Juden hinderte das nicht daran, von Krause zu verlangen, sich „von seinen früheren Äußerungen zu distanzieren“. Gegen eine Vorverurteilung, die sich nicht einmal der Mühe der Beweisführung unterzieht, ist Verteidigung unmöglich.

Nichts desto weniger nutzen linke Parteien und der Zentralrat der Juden >die Mittel medialer Selbstjustiz>, um die Meinungsfreiheit einzuschraenken. Da Stefan Dietrich zweifelsohne nichts gegen Juden hat, gibt er ihnen zu ihrem eigenen Wohlergehen einen guten Rat mit auf den Weg

Der bevorstehende 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen in Deutschland wäre auch für den Zentralrat der Juden eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob er noch auf der Seite der Freiheit steht.

Die Botschaft ist unmissverstaendlich- das Wohlwollen von buergerlich- konservativer Seite, mit dem Juedinnen und Juden hierzulande mitunter rechnen konnten, ist jederzeit widerrufbar. Sollten Juden die Toleranz derer, die es eigentlich nur gut mit ihnen meinen, durch Kritik allzusehr strapazieren- sie werden nicht behaupten koennen, die >Zeitung für Deutschland> habe sie nicht gewarnt.

Klagemauer gegen Israel

Koeln, Gruendonnerstag 2007- Nach einem Besuch des Museums Ludwig besichtige ich die antizionistische Klagemauer auf der Domplatte. Dort werden seit Jahren tagtaeglich auf Stelltafeln die vermeintlichen Greueltaten Israels angeprangert und um Verstaendnis fuer den arabischen Krieg gegen den Judenstaat geworben. Nach einer Weile gerate ich mit dem Initiator der Klagemauer, einem ruestigen und rabiat antisemitischen Rentner und einigen seiner Kameraden aneinander. Kritik und Handgemenge.
Soviel zu meiner Erfahrung mit der Koelner Palaestinawand.
Unlaengst hat die Antifagruppe MAD ein lesenswertes Flugblatt veroeffentlicht, in dem sie das Treiben der Antizionisten- Crew, die Tatenlosigkeit der Koelner Oeffentlichkeit und die vergeblichen Proteste der juedischen Gemeinde darstellt und ein Engagement gegen die Dauerausstellung fordert.
Bleibt zu hoffen, dass damit ein erster Schritt getan ist, um der permanenten antisemitischen Propaganda auf der Domplatte ein Ende zu setzen.

Deutsche Kinder, arische Erziehung

Andreas Molau gilt neben Jürgen Gansel als einer der führenden Intellektuellen der NPD. Molau erlangte 1993 an der Universität Göttingen sein Staatsexamen mit einer apologetischen Arbeit über den NS-Ideologen Alfred Rosenberg. In der Folge war er neben seinem publizistischen Engangement für rechte Postillen als Lehrer an der Braunschweiger Waldorfschule angestellt. Inzwischen ist Molau als wissenschaftlicher Mitarbeiter des NPD-Vorsitzenden Voigt tätig.
Heute berichtete das Göttinger Stadtradio:

Der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD bei der kommenden niedersächsischen Landtagswahl, Andreas Molau, will angeblich einen Bauernhof in Südniedersachsen kaufen.
Er bestätigte entsprechende Pläne auf Anfrage des StadtRadios. Medienberichten zufolge will Molau ein sogenanntes „Waldorflandschulheim“ einrichten, in dem Kinder und Jugendliche mit völkisch-nationalistischem Gedankengut geschult werden sollen. Molau war bis zum Bekanntwerden seiner NPD-Mitgliedschaft Lehrer an der Waldorfschule in Braunschweig; der Verband der Waldorfschulen hat sich mittlerweile dagegen verwehrt, dass Molau ihren Namen weiterhin verwenden will. Der NPD-Funktionär ist Mitglied im Bundesvorstand der Partei und war stellvertretender Chefredakteur des Parteiorgans „Deutsche Stimme“. Laut Verfassungsschutz gehört Molau zum intellektuellen Flügel der NPD und versucht, rassistische und antisemitische Inhalte hinter einer gehobenen Sprache zu verbergen. Außerdem strebt er eine Zusammenarbeit mit islamistischen Gruppen an und beteiligte sich als einziger Deutscher an dem antisemitischen Holocaust-Karikaturenwettbewerb in Teheran.

Molaus Karikatur für seine Teheraner Kameraden hätte, wen wunderts, durchaus in dieser Form als Statement zum Libanonkrieg gleichermaßen in der jungen welt, der Deutschen Stimme oder bei Muslim-Markt erscheinen können.

Kids: do not try this at home

Die FR berichtet über Homophobie in Polen:

Warschau – Sind die bei Kleinkindern beliebten „Teletubbies“ schwul? Diese Frage hat Ewa Sowinska, die polnische Ombudsfrau für Kinder, nun zu einer Untersuchung der Fernsehserie mit psychologischen Beratern veranlasst. „Sie sollen einschätzen, ob das im öffentlichen Fernsehen gezeigt werden kann“, sagte Sowinska dem Magazin Wprost. Im Frühjahr hatte sich Sowinska bereits für Berufsverbote für Homosexuelle ausgesprochen, die Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben.
Dass nun auch das Kinderfernsehen „homosexueller Propaganda“ verdächtigt wird, liegt an der Figur Tinky Winky. „Ich habe bemerkt, dass Tinky Winky eine Handtasche trägt, aber mir war nicht bewusst, dass er ein Junge ist“, sagte Sowinska dem Magazin. „Später habe ich erfahren, dass da ein homosexueller Zusammenhang verborgen sein kann.“ [source]

post shoa fashion

Vermeintliche Tabubrüche und der selbstbewusste Umgang mit der deutschen Geschichte

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Personifizierung des real Abstrakten

Das antifaschistische Internetprojekt redok berichtet über den Aufmarsch von über 1000 konformistischen Rebellen in Dortmund:

Ungereimte Judenhetze

Wenn Neonazis sich an gereimten Parolen versuchen, kann das mitunter misslingen. Wenn aber ein Reim offensichtlich falsch ist, steckt Absicht dahinter: das eigentlich Gewollte soll nicht gesagt, aber gemeint sein und verstanden werden. Am 1. Mai demonstrierten Dortmunder Neonazis auf diese Art, wen sie im Visier haben: es geht um „den Juden“.

Mit diesem Transparent zog der „Nationale Widerstand Dortmund“ durch den Ortsteil Wambel, begleitet vom NPD-Bundesvorstandsmitglied und Verbindungsmann zu den „Freien Kameradschaften“ Thomas Wulff (links). Der reimfreie Slogan lautete:

Ob Dortmund, Erfurt oder Buxtehude
Der Feind ist & bleibt der Kapitalismus!

Natürlich reimt sich auf „Buxtehude“ nicht der „Kapitalismus“, sondern zum Beispiel … – doch bevor man lange herumrätselt, können vielleicht österreichische Gesinnungsgenossen weiterhelfen, die im Oktober 2004 bei der Tagung eines rechtsextremen Vereins gegenüber Journalisten der Nachrichtenagentur APA unverblümt zur Kenntnis gaben:

„Der Feind ist und bleibt der Jude“ und „Der ewige Jude gehört ausgemerzt“ bekamen sie dort unter anderem zu hören.(externer Link“Mitteilungen“ des DÖW Nr.169, 2004/12; S.6)

Hätten die Neonazis in Dortmund offen gegen Juden gehetzt, wären sie wegen Volksverhetzung womöglich von der Straße weg in Haft genommen worden. Natürlich war gemeint „der Jude“, der zugleich offensichtlich austauschbar für „der Kapitalismus“ steht.

Passend dazu hatte vorher schon die Nazirockband „Carpe Diem“ mit ihrem Szenehit „Europa, Jugend, Revolution“ eingeheizt. In dem Lied geht es um „eine Macht, der das Geld gehört, seit viel zu langer Zeit“, die einst „unsere Väter aufeinander losgehetzt“ habe. Doch als gestandene Antisemiten wissen die Herrschaften Bescheid, denn „wir sehen, wer hinter den Kulissen steht“.
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Meet your local Querfront

Dieter Dehm ist ein vielseitig beschäftigter Mann: der promovierte Heilpädagoge zeichnete als Musiker und Texter verantwortlich für solche Perlen der Popgeschichte wie die Bierzelthymne „Was wolln wir trinken 7 Tage lang“ und arbeitete mit Größen wie Heinz Rudolf Kunze und Udo Lindenberg zusammen.
Zudem ist er als Lehrbeauftragter an der Hochschule Fulda tätig und unterrichtet dort „Kulturmanagement“ und „Kreativschreiben“(sic).
Seit 2003 ist Dehm Landesvorsitzender der Linkspartei in Niedersachsen und seit 2005 als Mitglied des Bundestages europapolitischer Sprecher der Linksfraktion.

Bei derart mannigfaltigen Beschäftigungen nimmt sich Dehm dennoch die Zeit, als Herausgeber einer Sammlung deutscher Volkslieder zu fungieren und dabei pointiert seine kulturkritischen Anschauungen zu Papier zu bringen:
„Unser Volk war die bereitwilligste Manövriermasse für die Kulturmonopolisten aus den USA. Derart intensiv ist kein Volk in Westeuropa jemals fremdbestimmt worden. (…) Das hier vorliegende Volksliederbuch ist in einer historischen Phase entstanden, die Geschichtsschreiber später wohl einmal als neuen nationalen Aufbruch bezeichnen werden. Der deutsche Wald, die Heimat können sich nur noch auf die Linke verlassen, sei sie nun rot oder grün oder am besten beides.“ (zit.n. Richard Herzinger, Mittelweg 36 Feb./März 1995, S. 12)
Ebenso ist Dehm der Kampf gegen den Faschismus eine Herzensangelegenheit und er ist kühn genug, unkonventionelle, gar umstrittene Methoden einzufordern:

Beim Kongress der Sozialistischen Linken, einer Strömung in WASG und L.PDS am 3.2.07 in Kassel rief Diether Dehm die Linken auf, den Rechten ihre Begriffe und Methoden abspenstig zu machen. Warum sollten die Neonazis ein Vorrecht auf den Begriff „Heimat“ haben? Und welchen Grund gebe es, ihnen Zeltfreizeiten mit Lagerfeuerabenden zu überlassen?
(FAZ 8.2.07)

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In seinem Anfang 2007 publizierten Papier „Heimat und Eigentum“ gelingt es Dehm schließlich, die Nazis als volksfremd zu entlarven:

Heimat scheint ein Thema der Rechten zu sein. Aber die Faschisten logen gleich zweimal, als sie sich „Nationalsozialisten“ nannten: sie waren nämlich weder Sozialisten noch national.

Paradise Now

Das Feuilleton der FR hat dieses Wochenende einiges zu bieten, den Dichterfürsten des postnazistischen Deutschland und islamistische Populärkultur.
Zunächst ein Gespräch mit dem großen Schriftsteller und Tabubrecher Martin Walser anlässlich seines achtzigsten Geburtstages.
Darüber hinaus überrascht die FR mit einem Artikel über eine Sendung im palästinensischen Al Aksa TV.
In der Show interviewt der Moderator die Waisen einer Selbstmordattentäterin, die vor drei Jahren mehrere israelische Soldaten ermordete.

Als Beispiel für die Alltag gewordene antisemitische Propaganda, für die mediale Verherrlichung der Vernichtung, sei das Gespräch im Folgenden dokumentiert:

Moderator: Nun wollen wir mit zwei Kindern von Rim Al Ryasi sprechen, Dschihad-Kämpferin und Märtyrerin, Doha und Mohammed. Doha, Du willst gerne zur Mama, oder? Wo ist die Mama jetzt?
Doha: Im Paradies.
Moderator: Was hat die Mama gemacht?
Doha: Sie hat einen Akt des Märtyrertums vollbracht.
Moderator: Also hat sie Juden getötet, oder? Wieviele von ihnen hat sie getötet, Mohammed, was hast Du gesagt, wie viele Juden hat Mama getötet?
Mohammed: So viele (zeigt die Zahl fünf mit der Hand).
Moderator: Und wie viele sind das?
Doha: Fünf.
Moderator: Du möchtest gerne zur Mamma? Dir fehlt die Mama? Wo ist Mama jetzt?
Mohammed: Im Paradies.
Moderator: Doha, was willst Du vortragen?
Doha: Im Namen Allahs des Gnädigen und Barmherzigen. Wenn die Hilfe Allahs kommt und der Sieg und du die Menschen zur Religion Allahs in Scharen übertreten siehst, dann lobpreise deinen Herrn und bitte Ihn um Vergebung! Er ist wahrlich Der, Der die Reue annimmt. (Sure 110, Vom Sieg)
Moderator: Was möchtest Du uns nun noch vortragen?
Doha: Mama Rim.
Moderator: Trage uns die Gedichte von Mama Rim vor, welches Du willst. Welches willst Du aufsagen? Mohammed, kannst Du vortragen?
Mohammed: Ja.
Moderator: Dann spreche ein Gedicht für uns. Welches möchtest Du aufsagen?
Doha: Mir ist eines eingefallen.
Mohammed: Ich gehe in den Kindergarten.
Moderator: Und Du bist tapfer im Kindergarten?
Mohammed: Ja.
Doha: Ich gehe auch in den Kindergarten. Ich will erzählen.
Moderator: Ja, erzähle. Du gehst auch in den Kindergarten? Oder in die Schule?
Doha: In den Kindergarten.
Moderator: So Gott will. Man sollte von der Unschuld dieser Kinder sprechen.
Doha: Ich will vom Heim erzählen.
Moderator: Kennst Du die Gedichte von Mama Rim? Dann sage uns eines.
Doha: Rim, Du bist eine Bombe aus Feuer.
Moderator: Ja, weiter!
Doha: Deine Söhne und Deine Maschinenpistole sind Deine Losung.
Moderator: Mohammed, mach Du weiter.
Mohammed: Ich gehe in den Kindergarten.
Doha: Nun bin ich fertig.
Moderator: Gut. Würde es Dir gefallen, zur Mama zu gehen?
Doha: Ja.

memritv.org