Gegenwärtige Lektüre

Michel Dormal: “Terror und Politik.
Eine politische Analyse des Islamismus aus Sicht einer Kritischen Theorie von Antisemitismus und totaler Herrschaft“

Der Verlag bewirbt das soeben erschienene Werk folgendermaßen

Der islamistische Terrorismus ist seit den Anschlägen von New York eine vieldiskutierte Gefahr. Doch welcher Logik folgt der Djihad? Welche Rolle spielt dabei der Hass auf Juden und Israel? Werden die Selbstmordattentäter von Paradiesversprechen geleitet, oder instrumentalisieren sie die Religion für politische Anliegen? Diese Studie versucht, auf solche Fragen eine differenzierte Antwort zu liefern. Dazu wird ein Dialog mit den politischen Theorien von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Hannah Arendt und Claude Lefort entfaltet. Die Gewalt des Djihadismus und seine politische Ideologie wird dann als moderne Variante einer totalitären Bewegung entschlüsselt.

Das Buch sei an dieser Stelle insbesondere wegen seiner Auseinandersetzung mit Autoren in der Tradition der Kritischen Theorie wie Claussen, Postone oder Scheit mit Nachdruck empfohlen.


8 Antworten auf „Gegenwärtige Lektüre“


  1. 1 paule 20. April 2009 um 16:04 Uhr

    Das habe ich mir auch schon auf die Liste gesetzt. Schreibst du noch eine Rezension, wenn Du durch bist?

  2. 2 A.M.P. 20. April 2009 um 16:32 Uhr

    Klingt interessant! Thanx für den Tip. In welcher Preisklasse spielt dieses Werk?

  3. 3 streifenstyle 20. April 2009 um 16:47 Uhr

    19.90 EUR, Broschur, LIT Verlag

  4. 4 me 20. April 2009 um 17:52 Uhr

    Dies hier scheint eine Kurzfassung zu sein:

    http://www.forum.lu/bibliothek/autoren/?autor=2565

  5. 5 streifenstyle 21. April 2009 um 10:47 Uhr

    @paule
    nein, eine Rezension wirds von mir nicht geben.

  6. 6 cyberpunk 19. Mai 2009 um 16:05 Uhr
  7. 7 cyberpunk 09. Juli 2009 um 17:13 Uhr
  8. 8 enfant terrible 25. Juli 2009 um 11:06 Uhr

    Ich frage mich, wie ein (reiner?) Politikwissenschaftler, „den Islamismus“ verstehen kann. Schon dieser abscheuliche Kollektivsingular ist undifferenziert. Zu Ursachen eines solchen Fundamentalismus würde ich rate, weder Antideutsche, noch wertkritische, noch Traditionslinke Erklärungen gelten zu lassen, man kann es sehen wie man will. Ich persönlich kann da aber nur Karsten Fischer nennen, Soziologe aus Berlin, er stellt m.E. die Ursachen plausibel dar und so wird es u.a. von Islamwissenschaftlern gesehen.

    Solche politische Analysen über ein m.E. kulturelles Phänomen/ Problem, und darin sehe ich die Ursache, bringen nichts, da sie aus einer falschen Perspektive die Dinge veruschen zu beleuchten.
    Zur kritischen Theorie in diesem Zusammenhang bin ich etwas skeptisch, da der Entstehungshintergrund der kT ein anderer war.
    Mit der Übertragung europäischer Begriffe und Bezugssysteme wie dem des „Totalitarismus“ – der sehr umstritten ist – wäre ich vorsichtig, da es in der betreffenden Region andere kulturelle Hintergründe gibt.
    Im übrigen, wie sind denn die Anschläge und die „Islamisten“ in Indonesien zu begründen, so weit weg von Israel und der Terror dort trifft wahrscheinlich auch keinen Israeli.
    Da stimmt für mich eine kleinigkeit nicht, denn es ist zu einfach, „den Islamismus“ auf die paar Fanatiker im Nahen und Mittleren Osten zu beschränken, die auch schrankelos Antisemitisch sind.
    Aber dieses Buch hat ja auch eine Entstehungsgeschichte und wie alles seine Hintergründe…

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