Archiv für Mai 2008

Freiheit ist immer die Junge Freiheit des Andersdenkenden

Die FAZ markierte heute auf ihrer Titelseite die Grenzen der Toleranz. In seinem Kommentar >Mediale Selbstjustiz> macht Stefan Dietrich deutlich, dass man sich hierzulande von frechen Juden nicht alles bieten laesst.
Der designierte Kultusminister Thueringens, Peter Krause, geraet ob seiner publizistischen Vergangenheit in die Kritik. SPD und Linkspartei verweisen auf seine fruehere Taetigkeit als Redakteur fuer die rechtsextreme >Junge Freiheit> und als Autor des Faschoblattes >Etappe>. In Folge der oeffentlichen Kontroverse um seine Person verzichtet Krause auf das Amt, bzw. in den Worten Dietrichs -Krause wurde >zur Strecke gebracht>.
Kurzum, Krause ist Opfer einer >Hexenjagd>, der sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland angeschlossen habe. Jedoch waren die Anfeindungen gegen Krause offenkundig haltlos, denn

für nichts davon konnte auch nur ein einziger Beleg in seinen Äußerungen gefunden werden. Den Zentralrat der Juden hinderte das nicht daran, von Krause zu verlangen, sich „von seinen früheren Äußerungen zu distanzieren“. Gegen eine Vorverurteilung, die sich nicht einmal der Mühe der Beweisführung unterzieht, ist Verteidigung unmöglich.

Nichts desto weniger nutzen linke Parteien und der Zentralrat der Juden >die Mittel medialer Selbstjustiz>, um die Meinungsfreiheit einzuschraenken. Da Stefan Dietrich zweifelsohne nichts gegen Juden hat, gibt er ihnen zu ihrem eigenen Wohlergehen einen guten Rat mit auf den Weg

Der bevorstehende 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen in Deutschland wäre auch für den Zentralrat der Juden eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob er noch auf der Seite der Freiheit steht.

Die Botschaft ist unmissverstaendlich- das Wohlwollen von buergerlich- konservativer Seite, mit dem Juedinnen und Juden hierzulande mitunter rechnen konnten, ist jederzeit widerrufbar. Sollten Juden die Toleranz derer, die es eigentlich nur gut mit ihnen meinen, durch Kritik allzusehr strapazieren- sie werden nicht behaupten koennen, die >Zeitung für Deutschland> habe sie nicht gewarnt.

kurz notiert

In Anlehnung an den ersten Film von Claude Lanzmann, Pourquoi Israel, betitelt das [a:ka] Göttingen seine Einlassung zum 60. Gruendungstag >Darum Israel>. Dienstag, den 6. Mai, 20h. Platz der Synagoge.

In der schoenen Fruehlingszeit empfiehlt sich nicht nur ein Ausflug zum Baggersee, sondern auch der Weg in die Freibaduniversität.

Bremen hat nicht nur den weltbesten Fussballverein und koestliches Bier zu bieten, sondern zudem auch einen Kongress gegen die Versöhnung mit der deutschen Nation. Ob es sich bei den VeranstalterInnen tatsaechlich, wie der aktuellen Bahamas zu entnehmen ist, um >Adorno -Imitatoren> handelt, gar um >Leute, die zwischen dem Wunsch, etwas Gescheites zu schreiben und dem Wahn, es auf Deutsch auch zu können, hin und her torkeln>, davon mag man sich getrost vom 9. bis 11. Mai in Bremen einen Eindruck verschaffen.