Saul Friedländer

Derzeit lese ich „Die Jahre der Verfolgung“, den ersten Teil von Saul Friedländers magnum opus „Das Dritte Reich und die Juden“.

Eine lesenswerte Rezension Gehard Scheits findet sich in der Jungle World 09/2007:

Das Entsetzen in der Erinnerung nicht preiszugeben, formuliert schon das Vorwort als Programm und wendet sich damit gegen die geläufige Historisierung, gegen »das Ziel des historischen Wissens«, »die Fassungslosigkeit zu domestizieren, sie wegzuerklären«.
Das Buch versucht, Geschichte zu schreiben, wie Claude Lanzmann seine Filme macht: geleitet von Erfahrung, mit der aber nicht Unmittelbarkeit vorgegaukelt wird, die vielmehr fortwährend reflektiert

In der FAZ veröffentlichte die Schriftstellerin Katharina Hacker eine Würdigung Friedländers voll tiefer persönlicher Zuneigung; an Walter Benjamins geschichtsphilosophischen Thesen orientiert und zur Lektüre empfohlen.

„Das Dritte Reich und die Juden“ ist über die Bundeszentrale für politische Bildung für 6 Euro zu beziehen [more]